Berichte von 2002

Spuren im Sand
21. April

Teil der Predigt aus unserem Gottesdienst

Eines Nachts hatte ich einen Traum: ich ging am Meer mit meinem Herrn.
Vor einem dunklem Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand.

Als das letze Bild an meinen Augen vorüber gezogen war blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:“ Herr, als ich anfing dir nachzufolgen, da hast Du mir versprochen, auf allen meinen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast Du mich allein gelassen, als ich Dich am dringendsten brauchte?“

Da antwortete Er:“ Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten. Dort wo du nur eine Spur im Sand gesehen hast, da habe ich dich getragen.“