Berichte von 2005

Vollversammlung der GCM
11. - 13. Februar


Fahr Bus und Bahn – oder ein gebuchtes Abenteuer

Die Vollversammlung ruft und alle Gruppen bereiten sich vor. Auch wir vom ACM Lübeck stecken in den Vorbereitungen. Nach eingehender Absprache und langen Unterhaltungen finden sich tatsächlich noch drei Leute die mit mir fahren.
Es sind Dirk, Michael, und Björn.

Alle Planungen werden bei uns meist über den Haufen geschmissen. So auch bei dieser Fahrt nach Bad Hersfeld. Kurz vor Tore Schluss kam Dirk zu mir und sagte: „ Ich schaffe es nicht rechtzeitig und fahr deshalb von Bonn aus. Zurück kann ich euch wieder mitnehmen.“ Peng, den Knall hat bestimmt jeder gehört.
Mmmmh, steppen wir mal kurz zu den Freunden von der Bahn. Gesagt getan und an der Auskunft teilte man mir mit: „ Wir haben sogar verbilligt, wenn Sie mit einem Niedersachsen Ticket fahren und relativ oft umsteigen.“ Ha, her mit dem billigen Preisen und einen regulären Preis hat mir die freundliche Dame auch gleich mit ausgedruckt.

Bei unserem Vorbereitungswochenende auf der Bäk dann mit Michael und Björn gesprochen. Beide wollten dann das Abenteuer mit umsteigen. Am Montag stand ich dann am Schalter und habe gebucht. „Ich hätte gern drei Personen nach Bad Hersfeld, so wie ihre Kollegin ( Zettel raus ) es mir ausgedruckt hat.“ Zack, die Kohle wechselt den Besitzer und das Ticket für Freitag war in meiner Hand.

Freitag 15 Uhr: Die Haare sitzen, eine hohe Stirn gut poliert und die andere sorgsam bedeckt mit Lederkäppi. Mit guter Laune und minimalem Gepäck warten wir auf unsere gebuchte Abenteuerfahrt mit der Bahn. Und dann ging es pünktlich los. Von Lübeck nach Lüneburg, raus – Treppe runter – Treppe rauf – in den nächsten Zug rein. Uelzen wieder mal umsteigen. Diesmal lohnte sich das hinsetzen nicht. Nach knapp 7 Minuten wieder raus, Treppe runter – Treppe rauf und rein in den Zug nach Göttingen. Klappt ja riesig und zügig. Fast keine Wartezeiten - - - bis jetzt. Wo wir so lustig vor uns hinrollen werden wir auf den Weg NACH Göttingen kontrolliert. Freundliches lächeln von uns, der Schaffner lächelt zurück, die Fahrkarte wird abgeknipst. In Göttingen wieder raus aus dem Zug. Das gleiche Spiel wie vorher mit den Treppen wiederholt sich. Nach kurzer Pause geht´s weiter nach Bebra. In Bebra dann Aufenthalt von fast 20 Minuten. Hier gibt es nichts. Kein Kloo, kein Kiosk, einfach nichts - - schlicht trostlos !!!

Kurze SMS an Carola wo wir stecken. Als Antwort kam dann: „Euer Chauffeur heißt Michael und erwarte euch.“ Jippi, auch der Zug fährt grad ein. Wir drei entern ein letztes mal den Wagon und lassen uns häuslich nieder. Tatsächlich kommt noch ein Schaffner. Ticket zücken und erwartungsvoll nach oben schauen. (wir sitzen, Schaffner steht) Folgendes Gespräch entwickelt sich.
Schaffner: „ Haben sie noch Geld dabei?“ Erschreckte Augen von mir: „ Wieso?“ „Dies Ticket ist nicht mehr gültig.“ Fragender Blick zu Michael, dann kramen in meiner Tasche, Reiseverbindungen rausgewühlt und dem Schaffner geben mit den Worten: „Ich hab für drei Personen nach Bad Hersfeld am Freitag mit Niedersachsen Ticket dies bekommen und so auch gebucht.“ Stirnrunzeln und Kopf schütteln beim Schaffner mit Augen rollen nach oben. Blick in den Wagon - - - nur wir drin. „Könnten sie nich die Brille abnehmen oder beide Augen zudrücken??? Is doch nich mehr weit!!“ kam dann noch der Spruch von mir. Langer Blick vom Schaffner, dann: „Ich hab eh gleich Feierabend und keine Lust auf Papierkrieg.“ Strahlendes lächeln von Micha und mir mit nem dicken Dank an den netten Schaffner und wech war er. Als Björn kam verstand er unser Gelächter nicht und er bekam ne kurze Erklärung von uns.
Mit viermal umsteigen und immer noch grinsend haben wir dann nacheinander Michael (endlich in Bad Hersfeld angekommen) umarmt und sind dann endlich auf dem Frauenberg angekommen. Nach der großen Umarmungsarie ging es nahtlos in den gemütlichen Teil über.

Am Samstag wurde dann tagsüber heftig gearbeitet, während abends das Schwein geschlachtet wurde und UNS gemästet hat. Sonntag dann nach dem Frühstück ne Andacht gemeinsam mit den vorhandenen Konfis, kleinere Besprechung und dann das Mittagessen. Nun ging’s ans packen und die große Abschiedsarie nahm den Anfang.
Fazit: drei Schwarzfahrer ab Göttingen, lange Tage, noch längere Nächte und kurze Schlafphasen. Doch vermissen möchte es keiner von uns
Adele


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