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Geschichte der sieben Äste
23. April
aus unserem Gottesdienst
das Motto: Zusammenhalt
Ein Vater hatte sieben Söhne, die öfter miteinander uneins waren.
Über dem Zanken und Streiten versäumten sie die Arbeit. Ja einige
böse Menschen hatten im Sinne, diese Uneinigung zu benutzen, um die
Söhne nach dem Tod des Vaters um ihr Erbteil zu bringen.
Da ließ der Vater alle sieben Söhne zusammen kommen. Er legte
ihnen sieben Äste vor die fest zusammen gebunden waren, und sagte:
„ Dem von euch der dieses Bündel Äste zerbricht, zahle
ich einhundert große Taler.“
Einer nach dem anderem strengte alle seine Kräfte an. Jeder der sieben
sagte nach langem Bemühen: „Es ist nicht möglich.“
“Und doch,“ sagte der Vater, „ist nichts leichter.“
Er löste das Bündel auf und zerbrach einen Ast nach dem anderem
mit wenig Mühe.
„Ja so ist es freilich leicht“, riefen die Söhne.
Der Vater aber sprach: „ Wie es mit diesen Ästen ist, so ist
es mit euch. Solange ihr fest zusammen haltet, werdet ihr bestehen und
niemand wird euch überwältigen können. Wird aber das Band
der Eintracht, welches euch verbindet, aufgelöst, so geht es euch
wie mit den Ästen, die hier zerbrochen auf dem Boden liegen.“
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